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Baum des Jahres 2022 – Die Rot-Buche (Fagus sylvatica)

Die Rot-Buche ist besonders gut an die mitteleuropäischen Klima- und Bodenbedingungen angepasst. Das extreme Wetter der letzten Jahre hat jedoch auch der Buche empfindlich geschadet. Sie reagiert auf heiße Wetterperioden mit einer Reduktion der Blattdichte im Kronenbereich, um die Gefahr eines zu hohen Wasserverlustes durch Verdunstung zu verringern und mit sogenannten ‚Mastjahren‘, in denen auffallend große Fruchtmengen produziert werden. Dies schwächt das Gehölz auf Dauer und es kommt zu Wachstumsstörungen. So weisen auch Bestände der zuvor als standfest, hitzetolerant und klimaresilient eingestuften Rot-Buche nach den zurückliegenden Dürresommern verkahlte Kronen, Schädlingsbefall und Symptome komplexer Erkrankungen auf, die zum Absterben der Bäume führen können.

Rot-Buchen tragen ihren Namen nicht aufgrund ihrer roten Blätter, sondern vielmehr wegen des im Vergleich zur Hainbuche rötlicheren Holzes. Rote Blätter hat lediglich die in Parkanlagen angepflanzte Kulturvariante „Blut-Buche“.
Die heimische Laubbaumart kann bis zu 350 Jahre alt werden, sie weist eine enorme Wuchskraft auf und kann eine Höhe von bis zu 45 Metern und einen Stammdurchmesser von 1,50 Metern erreichen. In der Konkurrenz mit anderen Waldbaumarten ist die Buche durch ihre stark Schatten werfende Laubkrone deutlich im Vorteil.

Die Buche hat ein sehr hartes Holz, das jedoch sehr anfällig für Feuchtigkeit ist. Aus diesem Grund wird es vorwiegend im Innenbereich als gut formbares Möbelholz genutzt. Buchenholz wird wegen seines guten Brennwertes neben Eichen- und Eschenholz auch gern als Brennholz verwendet.

In Deutschland, dem Kernland der Buche, wurden 2011 fünf Buchenwaldgebiete zum Weltnaturerbe erklärt. Europaweit gibt es inzwischen 78 geschätzte Buchenwaldgebiete und es sollen mehr dazukommen.
Im Zuge der Benennung der Rot-Buche als Baum des Jahres 2022 wird ihre Bedeutung als wichtiger heimischer Waldbaum und als essentieller Bestandteil einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung hervorgehoben.

Quellen:
http://baum-des-jahres.de, Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung
www.baumkunde.de
https://pixabay.com/de